Freitag, 7. März 2008

Short Messages

SHORT MESSAGE

„Die Sprache auf der Straße geht schon fast ins Dadaistische“

Wolfgang Joop

ey was geht :D "1000 stunden sin ja fast schon 24 stunden und das ist ja schon fast der ganze tag" :D:D

und die grinser zwischendurch :D:D

genialst :D

 

 

 

Was bewirkt das Internet? Welchen Einfluss haben digitale Medien auf unser Leben? Wie werden Informationen durch dieses Medium übersetzt? Wirkt sich die Möglichkeit des schnellen, unkomplizierten Informationsaustausches auf die Art und Weise, den Stil und die Qualität dieser Informationen aus?

Wenn wir online kommunizieren, benutzen wir sehr schnell eine sehr verkürzte und fast rudimentäre Art der Sprache. Man scheint „1 zu 1“ schreiben zu wollen, d.h. man übersetzt die Sprache nicht mehr in eine „Schriftsprache“, sondern belässt das, was man zum Ausdruck bringen will gerne in der Form, in der es gedacht und ausgesprochen wird. Teilweise übernehmen wir sogar den entsprechenden Dialekt, mit dem wir mündlich kommunizieren würden. Die Ursache für dieses Phänomen könnte darin liegen, daß die sich Menschen in einer Zeit des allgemeinen kulturellen Umbruchs  befinden. „Slangs“ und Sprechweisen anderer ethnischer Gruppen werden adaptiert (ähnlich dem Anglizismus) und somit als gesellschaftliches Phänomen etabliert. Daß solche Veränderungen vor dem Internet halt machen ist eher unwahrscheinlich und könnte diese Art der Komunikation erklären.  Andererseits zeigt es jedoch sehr schön, wie oberflächlich und schnelllebig sogar die Sprache mittlerweile geworden ist. So wie wir kommunizieren, leben wir auch. Schnell, rudimentär was wirkliche Inhalte angeht, hektisch im Tun und mit einem unglaublich spannenden Realitätsbegriff, der uns im Grunde schon auf zukünftige Zeiten vorbereiten soll, in denen es (glaubt man der Berichterstattungstendenz der Medien) in aller erster Linie auf Flexibilität und Schnelligkeit ankommen wird. Dieses Tempo zeigt sich unter anderem durch die Geschwindigkeit der Computerentwicklung, die uns auch die Ansprüche an Konsumgüter diktiert. Die Anzahl der Menschen, die sich ein Leben ohne Internet oder „High-Speed Computer“ vorstellen können sinkt kontinuierlich. Auch die Zeit, in der man mit einem Auto zufrieden war, welches mit gemütlichen 50kmh seine Höchstgeschwindigkeit erreichte, sind vermutlich vorbei. Man ist schneller unzufrieden mit dem, was man besitzt und die von uns definierte Halbwertszeit der Produkte sinkt rapide (Dieser Zustand wird ja auch gesellschaftlich gesteuert und zur Geldvermehrung genutzt).

Ein Nebeneffekt dieses Phänomens ist jedoch, dass die innere Ruhe und Ausgeglichenheit des Individuums vernachlässigt und ersetzt wird durch die gnadenlose Forderung nach Effizienz und optimierter Zeiteinteilung. Das Problem ist nur, dass der Tag auch in 100 Jahren noch 24 Stunden hat. Wir müssen also alles was wir tun zeitlich straffen, um ein Optimum an Informationsmenge zu verarbeiten. Wir automatisieren also unser Handeln, lernen Dinge und Abläufe auswendig um möglichst wenig Zeit mit denken zu „vergeuden“. Das ist eine Tendenz die während der Industrialisierung „professionalisiert“ wurde und nun infolge der Globalisierung ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht.

So wird denn auch kommuniziert, bzw. geschrieben: den Umstand das gesprochene Wort in eine Schriftsprache zu übersetzen macht man sich im Internet schon gar nicht mehr. Es wird schnell und einfach drauflosgeplappert, da ein sorgfältiges Ausformulieren der des geschriebenen Wortes mehr Zeit in Anspruch nimmt, als man im Internet verbringen möchte. Ist es Oberflächlichkeit? Ist es „Fun“? Ist es „Kult“? Oder ist es vielleicht sogar ein ernstzunehmender gesellschaftlicher Wandel, der sich schlicht und ergreifend an den gesellschaftlichen Vorgaben unserer Zeit orientiert?

Der Frage, ob sich diese Mode mit dem eigenen Alltag in Verbindung bringen lässt und inwiefern die alltägliche Wirklichkeit dadurch den „Touch des Irritiernden“ bekommt geht die Bilderserie „Short Message“ nach. Bildmotive, welche die „Philosophie der Lebenskunst“ unserer Gegenwart zum Thema haben werden mit der Komunikationsweise der „Chatrooms“ und „Community-Einträge“ konfrontiert und damit in der inhaltlichen Aussage des Motivs ergänzt.

 

 

 

Mittwoch, 13. Februar 2008

Krass, aber anstoßend....

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,534864,00.html

Mittwoch, 16. Januar 2008

Biennale 2001 - Der Tourismus






Eine Performance mit der Dauer von einer Woche, in deren Verlauf der 
Mensch langsam von seiner Umgebung assimiliert wird.

Montag, 14. Januar 2008

Ergänzendes zu Web2.0 vs. Realität



Hier nun die beiden anderen Entwürfe. So nähert man sich langsam dem Thema Web2.0 an. 

Samstag, 12. Januar 2008

Web2.0 contra Realität


Aktuelles!! (Auch im Kontext Web2.0 vs. Realität)

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/24/24740/1.html

Dieser Artikel beschäftigt sich mit der narzisstischen Tendenz des Web2.0. Ich werde mich in nächster Zeit künstlerisch mit diesem Thema auseinandersetzen. Mal sehen, was daraus wird.
Bis dahin:


http://de.wikipedia.org/wiki/Narzissmus

Meine bisherige Erfahrung:

Narzissten nutzen die Stärken ihrer Mitmenschen für sich aus und verwenden die Schwächen des Nächsten gegen denselben. Sie sind sehr gute Beobachter, die diese Fähigkeit auch sehr gründlich einzusetzen wissen.

Nach reiflicher Überlegung habe ich mich nun dazu entschlossen, mich der elektronischen Überwachung im Rahmen des Web2.0 zu stellen. Tja Herrschaften, daß hättet ihr nicht gedacht, daß es so einfach wird. Ab jetzt bin ich auffindbar!